Unser Thema: Klimagerechtigkeit

Was bedeutet das konkret? Selbstverständlich fordern wir eine klimaneutrale Universität bis 2030. In diesem Zuge unterstützen wir in einigen Punkten das im Senat verabschiedete Klimakonzept und blicken mit Hoffnung und auch Skepsis auf dessen Umsetzung. Universitäten wollen „Vorreiterrollen“ einnehmen, sind aber als Akteurinnen im Kapitalismus nicht frei von eben jenen ökonomischen Zwängen, die den Klimawandel vorantreiben. Die Ursachen für Umweltzerstörung sind in der Produktionssphäre begründet. Das heißt: Die Verantwortung kann und darf am Ende nicht bei uns als Individuen liegen. Grundsätzlich gilt es deshalb den Aufbruch aus den vorherrschenden kapitalistischen Herrschaftsverhältnissen, hinein in einen nachhaltigen, klimagerechten und gemeinwohlorientierten Hochschulraum zu forcieren. Gelingen kann das nur mit einer stetigen Kritik am Kapital und den daraus resultierenden Zwängen. Verhältnisse, die die menschliche und nicht-menschliche Natur zu einer ausbeutbaren Ressource reduzieren, gehören bekämpft.

Wir fokussieren unsere Forderungen auf die Sanierung der Universitätsgebäude und auf eine energetisch besser aufgestellte Infrastruktur. Auf unserem Campus müssen außerdem Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt durch ökologisch gestaltete Grünflächen ergriffen werden. Blumenwiese statt englischem Rasen, Fassaden- und Dachbegrünung und Urban-Gardening-Möglichkeiten auf dem Campus! Wir sind uns unserer eigenen Ohnmacht bewusst und dennoch unterstützen und fördern wir weiterhin studentische Nachhaltigkeitsinitiativen wie die NachDenkStatt, den Campusgarten oder das AStA-Land. Ein weiteres Anliegen ist es uns, gegen vermeidbare Tierversuche in der Lehre, welche seit Jahren zum festen Bestandteil in Naturwissenschaften wie der Biologie gehören, anzugehen.